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Seit einer Woche können sich die Mitgliedsorganisationen der National Coalition ein Thema der letzten Hausaufgaben des UN Ausschusses für Kinderrechte für den nächsten Bericht der Zivilgesellschaft schnappen - und es funktioniert! In diesem Blogbeitrag möchte ich mehr über die Entstehungsgeschichte der einzelnen Themen verraten.

Jetzt ist der Stein ins Rollen gebracht, die Mitgliedsorganisationen der National Coalition haben von unserem Vorhaben der Berichterstattung durch die Zivilgesellschaft erfahren. Und wie sind die ersten Reaktionen? Helfen unsere Arbeitshilfen wirklich?

Wie schreibt man einen Bericht über 40 Kinderrechte-Themen oder mehr? Wie koordiniert man 20 Autorinnen und noch viel mehr Mitschreibende, sodass alle glücklich sind? Was funktioniert gut und wo raufen wir uns in der Geschäftsstelle manchmal die Haare? Darum soll es in dieser Blogreihe gehen, die aus einer sehr persönlichen Sicht beschreibt, wie der nächste Ergänzende Bericht der deutschen Zivilgesellschaft entsteht.

Paula Meyer ist 17 Jahre alt und kommt aus München. Durch ihre Tätigkeit als Jugendleiterin und ihr Mitwirken in verschiedenen Gremien der Evangelischen Jugend wurde Paula Meyer für die Mitarbeit im Erasmus+ Projekt der Kinderrechte Netzwerke miteinbezogen. Durch ihr ehrenamtliches Engagement kommt sie mit unterschiedlichsten Kindern zusammen und bearbeitet viele Themen, die relevant für Kinder und Jugendliche sind. Wir bedanken uns bei Paula für das Interview und dass wir ihr Erklärvideo zum UN-Dialog hier zeigen dürfen.

Wie bewerten Kinder und Jugendliche die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention? Welche Fragen müssen gestellt und beantwortet werden, um die Verwirklichung ihrer Rechte einschätzen zu können? Bei der letzten Mitgliederversammlung hatten wir beschlossen, unseren diesjährigen Themenschwerpunkt auf die Sicht von Kindern und Jugendlichen zu legen. Hierzu brauchen wir Ihre Unterstützung!

Kinderrechte müssen ins Grundgesetz, sie sollen nicht nur Staatsziel werden. Geflüchtete Kinder haben alle Kinderrechte und nicht nur die, die sie in einer ANkER-Einrichtung wahrnehmen können. Diese Botschaften hat die National Coalition den verhandelnden Parteien für die Koalitionsverhandlungen mitgegeben.

Dr. Jens Pothmann ist seit 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) tätig. Die Arbeitsstelle analysiert insbesondere die von den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zur amtlichen Statistik gemeldeten Daten und will deren Nutzung qualifizieren. Bei der Sitzung des Themennetzwerkes Flüchtlingskinder der National Coalition im November 2017 erläuterte der Diplom-Pädagoge im Rahmen seines Vortrages die Datenlage zum Thema Migration und Flucht und gab einen Einblick in die Forschungsarbeiten der AKJStat.

Anlässlich des 28. Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2017 fordert die National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, die Kinderrechte endlich in das Grundgesetz aufzunehmen. Die Abgeordneten des Bundestages und die Bundesregierung sollten die wiederholten Mahnungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes ernst nehmen. Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern bildet ein wichtiges Fundament für eine gute und generationengerechte Politik. Die National Coalition begrüßt die Ankündigung des Landes Brandenburg, sich über den Bundesrat für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz einzusetzen.

Wie stark wird sich die neue Bundesregierung dem Thema Kinderrechte widmen? Wir haben zum Beginn der Sondierungen für die Koalitionsverhandlungen direkt nachgefragt und jene Politikerinnen und Politiker angeschrieben, die an den Sondierungsgesprächen beteiligt sind, mit der Bitte, sich für eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz stark zu machen.

Die National Coalition unterstützt eine Stellungnahme der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH), der Diakonie Deutschland, dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) und des Kompetenzzentrums Pflegekinder.

Gemeinsam fordern wir, dass die Abschiebungen junger Geflüchteter nach Afghanistan gestoppt werden.