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Eurochild veröffentlicht den Bericht zum Europäischen Semester 2016 und ruft damit erneut dazu auf, Kinderarmut endlich wirksam zu bekämpfen.

Berlin, den 18. November 2016

Fast 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland ist es an der Zeit, die Kinderrechte endlich im Grundgesetz zu verankern. Vor allem geht es um die Klarstellung, dass das Kindeswohl, wie in Artikel 3 Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt, bei allen Kinder betreffenden Maßnahmen‚ ein vorrangig zu berücksichtigender Gesichtspunkt ist. Außerdem sollte verfassungsrechtlich verankert werden, dass Kinder an den sie betreffenden Entscheidungen altersgerecht zu beteiligen sind.

Die National Coalition Deutschland- Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention hat in dieser Woche, anlässlich des 27. Jahrestages der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2016, ein Schreiben an die auf Bundes- und Landesebene vertretenen Parteien versandt, mit der Bitte den Hamburger Appell zu unterstützen. Hier gelangen Sie zur entsprechenden Pressemitteilung.

Was ist Menschenhandel? Gibt es Menschenhandel in Deutschland? Auch mit Kindern? Wenn Jugendhilfe doch für alle Kinder zuständig ist, wie unterstützt sie Kinder, die eine solche Geschichte haben?

Ein Gastbeitrag von Dr. Kathrin Müthing und Judith Razakowski vom Institut für Sozialforschung der PROSOZ Herten GmbH zum Thema Kinderbarometer

LBS-Kinderbarometer

Seit 2007 werden im LBS-Kinderbarometer bundesweit und repräsentativ über 10.000 Kinder im Alter von 9-14 Jahren zu ihren Meinungen und Einstellungen bezüglich verschiedener Themen, wie z.B. Familie, Schule und Politik, befragt. Durch diese kontinuierliche Erfassung der Kindermeinungen und deren Weitergabe an Politik und Praxis, ist mit dem LBS-Kinderbarometer ein Instrument geschaffen worden, dass systematisch den Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention Berücksichtigung des Kinderwillens aufgreift und eine vergleichende Betrachtung von unterschiedlichen Kinderkohorten ermöglicht.

PRESSEMITTEILUNG Forum Menschenrechte: Wirtschaft und Politik schießen Menschenrechte in den Wind - Organisationen kritisieren Verwässerung des Entwurfs zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP)

Während die Wirtschaftsverbände und hochrangige Politiker, darunter auch Bundeskanzlerin Merkel, am 06. Oktober zum Tag der Deutschen Industrie zusammenkommen, haben Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen vor der Konferenz die Menschenrechte symbolisch als Luftballons in den Wind geschossen. Damit protestieren sie gegen die bisherige Weigerung der Bundesregierung, deutsche Unternehmen verbindlich zur Achtung der Menschenrechte im Ausland zu verpflichten.

Die mitzeichnenden Organisationen sind CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, VENRO - Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V., Amnesty International, Brot für die Welt, Germanwatch, INKOTA, MISEREOR, SÜDWIND und Terre des Hommes.

Bei gleich zwei Veranstaltungen der National Coalition Deutschland ging es am 13.September 2016 um die Kinderrechte und die Frage, wie sich diese besser im Alltag verwirklichen lassen. Der Fachtag „Kinderrechte verwirklichen“, den die National Coalition in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind, den Elbkindern – Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten gGmbH, der Lindenstiftung für vorschulische Erziehung, der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und SOS-Kinderdorf e.V. durchführte und der sich durch interessante Diskussionen und praxisorientierte Redebeiträge auszeichnete, lockte rund 130 Gäste aus Kitas, Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, aus Politik, Verwaltung und dem Gesundheitswesen und aus den Reihen der Mitglieder der National Coalition in die Hansestadt Hamburg.

Die National Coalition Deutschland. Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (NC), das Aktionsbündnis Kinderrechte und die Patriotische Gesellschaft von 1765 haben anlässlich ihrer Podiumsdiskussion, die im Nachgang zum Fachtag Kinderrechte verwirklichen stattfand, dazu aufgerufen, eine wichtige Grundlage für eine kindgerechte Zukunft zu legen und die Kinderrechte endlich im Grundgesetz zu verankern – damit die Interessen von Kindern und Jugendlichen nicht weiter eine Nebenrolle spielen.

In ihrem Hamburger Appell fordert die National Coalition mit Blick auf die im nächsten Jahr anstehende Bundestagswahl die im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen auf, sich für die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung stark zu machen. Auch sollten sich die Parteien in ihren Wahlprogrammen klar zu den Kinderrechten positionieren.

Unter 18-Jährige dürfen in Deutschland nicht wählen, sie dürfen nicht selber Auto fahren oder gewaltverherrlichende Videospiele spielen. Jungen und Mädchen dürfen aber mit 17 Jahren schon zur Bundeswehr gehen, dort Panzer fahren und in Techniken der realen Kriegsführung ausgebildet werden, einschließlich der simulierten Tötung. Sie bekommen dort dasselbe militärische Training wie Erwachsene, das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt ebenso wenig wie besondere Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Belästigung oder Missbrauch.