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Umweltbewusstsein und Umweltverhalten junger Menschen

Gegenstand des im Januar vorgelegten Vertiefungsberichts ist das Umweltbewusstsein und -verhalten junger Menschen. Die Ergebnisse sind im Rahmen der Umweltbewusstseinsstudie 2014 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Umweltbundesamts (UBA) entstanden. Der Bericht behandelt die umweltbezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen junger Menschen, ihr Verständnis eines „guten Lebens“ und der Rolle von Umwelt und Natur dabei.

Es zeigen sich dabei im Verhältnis zur Gesamtstichprobe generationenspezifische Unterschiede. Mit Blick auf Unsicherheitserfahrungen und Wohlstandssorgen werden zum Beispiel einem guten Lebensstandard und Möglichkeiten zur Selbstentfaltung Priorität eingeräumt. Demgegenüber konnte ein ausgeprägtes Problembewusstsein festgestellt werden. Beim alltäglichen Konsum ist die Handlungsbereitschaft junger Menschen vergleichsweise gering, allerdings zeigen sich etwa im Bereich der Mobilität, Ernährung oder des kollaborativen Konsums Potenziale für ein umweltschützendes Verhalten.

Im Rahmen eines Workshop (Junge Umwelt) des Bundesumweltministeriums mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden am 26. Januar 2016 die Ergebnisse der Vertiefungsstudie (Umweltbewusstsein und Umweltverhalten junger Menschen) des Umweltbundesamtes diskutiert. Den Beteiligten war klar, dass ökologische Fragen nicht losgelöst von sozialen Fragen und wirtschaftlichen Fragen diskutiert werden können. Es zeigte sich, dass sie Umwelt und Klimaschutz in den Kontext anderer politischer Herausforderungen und der Bewältigung von Zukunftsaufgaben insgesamt stellen. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und die Präsidentin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger sprachen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops über Umweltbewusstsein, aber auch über die Konsequenzen für eine zeitgemäße Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik.