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Art. 3 Wohl des Kindes

(1) Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.

(2) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, dem Kind unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten seiner Eltern, seines Vormunds oder anderer für das Kind gesetzlich verantwortlicher Personen den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten, die. zu seinem Wohlergehen notwendig sind; zu diesem Zweck treffen sie alle geeigneten Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen.

(3) Die Vertragsstaaten stellen sicher,. dass die für die Fürsorge für das Kind oder dessen Schutz verantwortlichen Institutionen, Dienste und Einrichtungen den von den zuständigen Behörden festgelegten Normen entsprechen, insbesondere im Bereich der Sicherheit und der Gesundheit sowie hinsichtlich der Zahl und der fachlichen Eignung des Personals und des Bestehens einer ausreichenden Aufsicht.

Mehr zum Thema:

Der Vorrang des Kindeswohls - Die Bedeutung des Art. 3 Abs. 1 der UN-Kinderrechtskonvention für die deutsche Rechtsprechung, Reinald Eichholz, 2015

Arbeitsgruppe „Kinderrechte im allgemeinen Verwaltungshandeln“ bei der Bezirksregierung Düsseldorf Kurzanleitung zur Anwendung des Kindeswohlvorrangs nach Art. 3 Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention im Verwaltungshandeln, März 2015

Arbeitsgruppe „Kinderrechte im allgemeinen Verwaltungshandeln“ bei der Bezirksregierung Düsseldorf Rechtliche Gesichtspunkte zur Umsetzung des Kindeswohlvorrangs nach Art. 3 Abs. 1 UN-Kinderrechtskonvention in der Verwaltungspraxis, 2015