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Kinderrechte und Elternrechte: Gegensätze, Pole eines Spannungsverhältnisses oder doch nur zwei Seiten der gleichen Medaille sozialstaatlicher Verpflichtungen, die bedeuten, für ein gutes und gesundes Aufwachsen aller jungen Menschen zu sorgen? Was prägt die Wirklichkeit in der Praxis und was das Denken in und für die Kinder- und Jugendhilfe?

Lebens(t)räume hat jeder – mehr oder weniger konkret. Träume regen an, sich auf den Weg zu machen, die eigene Zukunft und den eigenen Lebensraum zu gestalten. Ausschlaggebend können ganz alltägliche Situationen sein, wie z. B. Freunde zu finden, oder schwerwiegende Entscheidungen wie die bisherige Heimat zu verlassen auf der Suche nach einem Ort, der mehr Sicherheit und Zukunftschancen verspricht. Raum, Traum und Realität müssen zueinander finden, sich ergänzen.

Im Dezember 2016 werden die beiden zentralen UN-Menschenrechtspakte, der UN-Zivilpakt und der UN-Sozialpakt, 50 Jahre alt. Sie wurden am 16. Dezember 1966 in der UN-Generalversammlung angenommen und traten 10 Jahre später 1976 in Kraft. Der Jahrestag ist Anlass, um über die Bedeutung der beiden Pakte für das Verständnis von Menschenrechten und Grundrechten in Deutschland nachzudenken sowie aktuelle menschenrechtliche Herausforderungen in den Blick zu nehmen. Die Veranstaltung ist zugleich der 3. Berliner Menschenrechtstag.

Unter dem Titel „WIR SIND DA! Kinder aus Krisenregionen. Eine Herausforderung für unsere Gesellschaft“ veranstaltet die Deutsche Liga für das Kind in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland ihre diesjährige öffentliche Jahrestagung am 7./8. Oktober 2016 in Oberhausen. Schirmherrin der Tagung ist Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen.

Am 10. und 11. November findet in Berlin die SOS-Fachtagung - Das neue Wir in der Migrationsgesellschaft - statt. Die deutsche Gesellschaft ist von Migration geprägt. In großen Städten wie Nürnberg, Düsseldorf oder Stuttgart haben zirka 65 Prozent aller Vorschulkinder ausländische Wurzeln, in manchen Stadtteilen sind es noch deutlich mehr. Trotz positiver Tendenzen wachsen Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund häufig in prekären sozioökonomischen Verhältnissen auf und sind überproportional oft von Risikolagen und Bildungsbenachteiligung betroffen, wie der Bildungsbericht 2016 jüngst feststellte.

Am 17.11.2016 findet in Berlin der 4. und letzte Workshop im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts - Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland - Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse - statt. Der Workshop richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie, Schulen, Kitas, Jugendhilfe, Selbsthilfe, Betreuungsrechtswesen, Krankenkassen, Fachverbände, Planungsverantwortliche usw. und dient dem multiprofessionellen Austausch. Die Ergebnisse fließen in die Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse im Rahmen des Projekts ein.

Am Freitag, den 18. November 2016 laden die Dreilinden gGmbH und SOS­Kinderdörfer weltweit zum achten Fachtag Regenbogenphilanthropie in Berlin ein. Die sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen im Globalen Süden und Osten steht auch dieses Jahr im Vordergrund. Lesbische, schwule, bisexuelle, Trans*­, Inter*­ und queer lebende (LSBTIQ) Kinder und Jugendliche, denen der Rückhalt in ihren Familien fehlt, sind besonders verletzlich. In der Kinder­ und Jugendfürsorge fallen sie oft durch die vorhandenen Sicherheitsnetze.

 

Veranstaltungsüberblick