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Der Zweite Kinderrechtereport - Sommerloch? Von wegen!

Der Zweite Kinderrechtereport ist ein Partizipationsprojekt der National Coalition Deutschland, bei dem sich Kinder und Jugendliche aktiv an der Berichterstattung an den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes beteiligen. In verschiedenen Formaten und Modulen erarbeiten Kinder und Jugendliche ihre ganz persönliche Sichtweise und somit auch eine Bewertung des Umsetzungsstandes der UN-Kinderrechtskonvention.

Das erste Arbeitstreffen in Bad Hersfeld.

Beteiligung von KiTa Kindern am Kinderrechtereport.

Beim Redaktionstreffen in Berlin.

Mittlerweile sind alle Inhalte eingegangen und das Redaktionsteam hat seine Arbeit aufgenommen. Bis Ende September wird nun fleißig gelesen, ausgewertet und geschrieben. Nach Redaktionsschluss wird der Bericht noch ins Englische übersetzt, gelayoutet und gedruckt, damit er pünktlich zum 30-jährigen  Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2019 vorgestellt werden kann. Aber was kommt eigentlich genau rein in so einen Kinderrechtereport?

Deutschlandweite Umfrage

In einer schriftlichen Befragung hatten Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren die Möglichkeit, ihre persönlichen Einschätzungen zur Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland abzugeben. Die Umfrage konnte sowohl online auf der Website www.kinderrechtereport.de als auch analog von allen interessierten Kindern und Jugendlichen in Deutschland ausgefüllt werden. Insgesamt haben mehr als 2.700 junge Menschen unter 18 Jahren aus allen Bundesländern teilgenommen und ihre wertvollen Erfahrungsschätze und Wünsche für die Zukunft mitgeteilt.

Eigenständige Projekte

Nach einer Bewerbungsphase hat der Projektbeirat des Kinderrechtereports 24 Kinder und Jugendliche ausgewählt, die in Tandems eigenständige Projekte geplant und umgesetzt haben. Bei einem ersten Arbeitstreffen im April in Bad Hersfeld konnten die Tandems mehr über die Kinderrechte erfahren und ihre eigenen Projektideen diskutieren und ausführlich planen und vorbereiten. Am zweiten Treffen im Juni in Berlin wurden dann die in der Zwischenzeit umgesetzten Projekte vorgestellt und ausgewertet. Es sind thematisch und methodisch sehr  unterschiedliche Projekte entstanden, die die Heterogenität der Gruppe wiederspiegeln: Unter anderem in verschiedenen Filmprojekten, einer Kinderrechte AG, einer Umfrage an der Schule und dem Aufbau eines Kinder- und Jugendparlaments haben die Kinder und Jugendlichen ihre Kreativität ausdrücken können.

KiTa Erhebung

Damit auch jüngere Kinder in dem Bericht eine Stimme erhalten, hat das Projektteam mit der Unterstützung von Expertinnen und Experten ein Beteiligungsformat für KiTa Kinder umgesetzt. Dafür wird den KiTa-Gruppen eine Geschichte vorgelesen, in der es um Kinderrechte im Alltag geht. An passenden Stellen wird kurz pausiert, um die Kinder selbst zu den dort angesprochenen Themen zu Wort kommen oder Bilder malen zu lassen. An drei KiTas in Berlin wurden so spannende Zitate und Bilder gesammelt, die nun in den Kinderrechtereport Eingang finden werden.

Externe Beiträge

Um ein breiteres Abbild zu ermöglichen, wurden andere Organisationen, Vereine und Verbände gebeten Materialien zu weiteren Beteiligungsprojekten einzureichen. Diese werden vom Redaktionsteam ausgewertet und somit bei der Erstellung des Berichts Beachtung finden.

Redaktionsarbeit

Nachdem all diese Inhalte und Materialien erarbeitet und gesammelt wurden, geht es nun um die redaktionelle Zusammenstellung und Erarbeitung des Berichts. Das Redaktionsteam besteht aus Kindern und Jugendlichen der Arbeitstreffen, aus Mitgliedern des Projektbeirats und aus dem Projektteam selbst. In einem ersten Redaktionstreffen Ende Juli wurden bereits Aufgaben und Materialien verteilt, so dass die „Kinderrechtereporter und -reporterinnen“ nun an die Schreibarbeit gehen können.

Auch wenn die meisten der Kinder und Jugendlichen aus dem Redaktionsteam noch in den Sommerferien sind, kann bei so viel Engagement für den Kinderrechtereport von einem Sommerloch wohl kaum die Rede sein.