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Kinder und Jugendliche checken Verwirklichung der Kinderrechte!

Heute, am 20. November 2019, feiert die UN-Kinderrechtskonvention ihr 30-jähriges Jubiläum – ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz. Wie steht es konkret um die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Deutschland? Wer könnte das besser beantworten als diese selbst!

17 Kinderrechtereporterinnen und -reporter veröffentlichten am Freitag, den 15. November 2019, den Zweiten Kinderrechtereport / © BMFSFJ

Charlotte (11 Jahre, Kinderrechtereporterin) übergibt den Zweiten Kinderrechtereport an Bundesministerin Franziska Giffey / © BMFSFJ

Im Dialog mit Bundesministerin Franziska Giffey / © BMFSFJ

Im Dialog mit Bundesministerin Franziska Giffey / © National Coalition Deutschland

Der Zweite Kinderrechtereport

„Der Kinderrechtereport hat uns Kindern die Partizipation an politischen Themen, die uns betreffen, ermöglicht. Wir Kinder haben in einer vielfältigen und diversen Gruppe gemeinsam an unserer Zukunftsgestaltung gearbeitet.“ (Sena, 10 Jahre, Kinderrechtereporterin)

Mehr als 2.700 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland haben der National Coalition Deutschland als Expertinnen und Experten in eigener Sache ihre persönlichen Sichtweisen mitgeteilt. Der Zweite Kinderrechtereport ist somit ein Stimmungsbild über die aktuelle Situation der Kinderrechte.

Am Freitag, den 15. November 2019, wurde der Bericht von 17 beteiligten Kindern und Jugendlichen in Berlin der Familienministerin Dr. Franziska Giffey vorgestellt. Auf einer dialogischen Veranstaltung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben die Kinder und Jugendlichen ihre eigenständig durchgeführten Projekte vorgestellt und ihre ganz persönlichen Forderungen und Herzenswünsche geäußert.

Wie steht es um die Kinderrechte in Deutschland?

Fazit der Kinder und Jugendlichen: Es gibt noch viel Luft nach oben! Vor allem bei den Themen Mitbestimmung, gewaltfreie Erziehung und Diskriminierung fordern die beteiligten Kinder und Jugendlichen Verbesserungen. Mehr Beteiligungsmöglichkeiten in der Schule und zu Hause, kinderfreundlichere Lebensräume und Maßnahmen gegen Gewalt in der Erziehung sind unter den Forderungen. Auch das Thema Umwelt steht ganz oben auf der Agenda junger Menschen. Fast 90% der Kinder und Jugendlichen machen sich Gedanken zum Umweltschutz und sehen auch da Handlungsbedarf.

Wie geht's jetzt weiter?

Gemeinsam mit dem Ergänzenden Bericht der Zivilgesellschaft wird der Kinderrechtereport nun dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes vorgelegt. Dieser Expertenausschuss bewertet die Anstrengungen der Bundesregierung und spricht Handlungsempfehlungen aus. Die Kinder und Jugendlichen haben ihre Arbeit getan - jetzt ist die Regierung in der Pflicht.

„Ich hoffe, dass unsere Forderungen umgesetzt werden!“ (Bastian, 17 Jahre, Kinderrechtereporter).