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Kinderrechtefest des Familienministeriums in Berlin

Im Anschluss hatte Bundesfamilienministerin Schwesig zu einem großen Kinderrechtefest ins Tipi am Kanzleramt in Berlin eingeladen. An der großen Geburtstagsparty der Kinderrechte nahmen rund 300 Kinder und Jugendliche sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Fachwelt und von Kinderrechtsorganisationen teil. Anlass war auch hier das 25-jährige Jubiläum der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Fotos: Thomas Köhler Photothek

Die Bundesministerin wollte in Erfahrung bringen, ob Kinder und Jugendliche mit der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland zufrieden sind und an welcher Stelle sie sich noch konkrete Verbesserungen wünschen: Um besser zu erfahren, was die Kinder in ihrem Alltag brauchen, werden wir beim Deutschen Institut für Menschenrechte eine Monitoring-Stelle einrichten, die kontinuierlich beobachtet, ob und wie in Deutschland die Kinderrechtskonvention auf allen Ebenen umgesetzt wird, kündigte die Ministerin an. Bundesministerin Schwesig mahnte in ihrer Begrüßungsrede an, es müsste weiter daran gearbeitet werden, die Kinderrechte zukünftig noch besser umzusetzen. Die Kinderrechtskonvention hat vor 25 Jahren zu einem Umdenken in der Gesellschaft geführt. Wir müssen heute nicht mehr darüber streiten, welche Rechte Kinder haben, so Manuela Schwesig. Wir müssen uns aber fragen, wie wir diese Kinderrechte am besten umsetzen.  Sie forderte bei der Veranstaltung die Kinderrechte endlich ins Grundgesetz aufzunehmen. „Die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz würde uns dazu verpflichten, unseren Alltag stärker nach den Bedürfnissen und Wünschen von Kindern auszurichten. Bei der Jubiläumsveranstaltung stellten Kinder und Jugendliche verschiedener Organisationen ihre diesjährigen Aktionen zum Thema Kinderrechte vor und diskutierten mit der Bundeskinderministerin über den Umsetzungsstand der Kinderrechtskonvention in Deutschland. So auch die Kinder und Jugendlichen, die nach dem Dialog mit dem Bundespräsidenten Gauck der Einladung von Bundesministerin Schwesig folgten und auch hier die Gelegenheit nutzen ihr Beteiligungsprojekt und ihre Arbeitsergebnisse den Anwesenden vorzustellen.
Die Kinder und Jugendlichen überreichten Bundesministerin Schwesig am Ende ihrer Präsentation symbolisch einen Zweiten Kinder- und Jugendreport: „Es liegt uns sehr am Herzen, dass eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der UN-Berichterstattung Standard wird! Wir hoffen, dass Sie, Frau Bundesministerin Schwesig, sich dafür stark machen und dass dies auch dazu beiträgt, dass die Kinderrechte in Deutschland bekannter werden! so Üwen Ergün (18).Die Kinder und Jugendlichen reisten mit der Motivation nach Hause, sich auch in Zukunft weiter in Sachen Kinderrechte zu engagieren. Es war ihnen ein großes Anliegen, dass beim nächsten UN-Dialog 2019+ die an Deutschland gerichteten „Abschließenden Bemerkungen“ schlanker ausfallen,  eben weil in den kommenden Jahren gemeinsam an der Umsetzung der jetzigen an Deutschland gerichteten „Hausaufgaben“ gearbeitet wird. Wir hoffen, dass die Politik hierzu auch in den kommenden Jahren mit Kindern und Jugendlichen Gespräche führt und uns miteinbezieht.