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Fachtagung von SOS-Kinderdorf e.V. zum Thema Vielfalt

Am 10. und 11. November findet in Berlin die SOS-Fachtagung - Das neue Wir in der Migrationsgesellschaft - statt. Die deutsche Gesellschaft ist von Migration geprägt. In großen Städten wie Nürnberg, Düsseldorf oder Stuttgart haben zirka 65 Prozent aller Vorschulkinder ausländische Wurzeln, in manchen Stadtteilen sind es noch deutlich mehr. Trotz positiver Tendenzen wachsen Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund häufig in prekären sozioökonomischen Verhältnissen auf und sind überproportional oft von Risikolagen und Bildungsbenachteiligung betroffen, wie der Bildungsbericht 2016 jüngst feststellte.

Diese Kinder und Jugendlichen zu stärken, bedeutet deshalb, soziale Benachteiligung abzubauen und Teilhabechancen zu verbessern. Die Kinder- und Jugendhilfe hat hier ein wichtiges Arbeitsfeld. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie das soziale Miteinander gelingen kann. Im öffentlichen Diskurs sind klischeehafte Zuschreibungen und Abgrenzungsversuche an der Tagesordnung, und es wird vorschnell eine Überforderung der Gesellschaft festgestellt – anstatt auch das Potential von Migrantinnen und Migranten zu sehen und Gemeinsamkeiten hervorzuheben. Wie steht es um die integrativen Möglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe und wo sollte sie als gesellschaftlicher Akteur noch deutlicher in Erscheinung treten? Auf der Tagung sollen beide Perspektiven miteinander verbunden werden: die Anerkennung der Lebenslagen von Migrantenkindern und -jugendlichen und Wege zu ihrer Förderung sowie die gesellschaftliche Aufgabe, das Miteinander zu gestalten. Zur Anmeldung gelangen Sie über die Website des SOS-Kinderdorf.

 

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