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28 Jahre Kinderrechtskonvention – und nun? Gespräch und Kurzfilme

Anlässlich des 28. Jahrestages der Kinderrechtskonvention lädt das Humboldt Forum am Montag, den 20. November 2017, um 19 Uhr zu einem Gespräch über die heutige Bedeutung von Kinderrechten ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung 'Vorsicht Kinder! geschützt, geliebt, gefährdet' statt. Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Jörg Maywald, Geschäftsführer Deutsche Liga für das Kind und Sprecher der National Coalition Deutschland, mit dabei ist.

Mit ihm diskutieren Jeanette Münch, Kinder- und Jugendbeauftragte des Bezirks Pankow, Sabine Bresche, Deutscher Kinderschutzbund und Jan Rooschüz, Direktor des Kinderrechte-Filmfestivals, zu den Themen: Wie sieht es mit Kinderrechten heute aus? Sind sie hierzulande geltendes Recht? Benötigen Kinder überhaupt eigene Gesetze? Was ist notwendig um Kinderarmut wirklich zu bekämpfen? Wie können Kinder selbst ihren Spielplatz mitgestalten? Wie können Sie eine Uhr für ihren Pausenhof fordern? Und was passiert, wenn man Kindern eine Kamera in die Hand drückt um ihre Perspektive auf Kinderrechte festzuhalten?

Der Hintergrund: am 20. November 1989 wurden in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen zehn Grundrechte festgeschrieben: Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht. Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit. Das Recht auf Gesundheit. Das Recht auf Bildung und Ausbildung. Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung. Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln. Das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens. Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen, Notlagen und Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung. Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause. Das Recht auf Betreuung bei Behinderung.

28 Jahre später lädt das Humboldt Forum nicht nur Expertinnen und Experten zum Gespräch über Kinderrechte, sondern zeigt auch, was Kinder über Kinderrechte denken und wie sie dieses filmisch umsetzen.

Prof. Dr. Jörg Maywald ist Geschäftsführer der Deutschen Liga für das Kind, Honorarprofessor an der Fachhochschule Potsdam und Sprecher der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Jeanette Münch ist im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Kinder- und Jugendkulturarbeit tätig und seit 2016 Kinder- und Jugendbeauftragte für die Umsetzung der UN-Kinderrechte in Pankow. Sabine Bresche ist Sozialpädagogin und Koordinatorin der Beratungsstelle des Berliner Kinderschutzbundes. Als Supervisorin berät sie Familien und Fachkräfte. Sie führt in ganz Berlin Fortbildungen rund um das Thema Kinderschutz durch und macht sich in Arbeitsgruppen und Netzwerken für den Schutz von Kindern stark. Jan Rooschüz ist Vorstand und Geschäftsführer von kijufi – Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin e.V. und Direktor des Kinderrechte-Filmfestivals. Als Medienpädagoge und Dozent für Medienpädagogik berät, konzipiert und begleitet er Film- und Medienprojekte mit Kindern und Jugendlichen.

Die Veranstaltung findet im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin, statt. Der Eintritt ist frei.

Besucherinnen und Besucher können sich bis zum 19. November 2017 unter http://bit.ly/2xSJ9ZJ anmelden. Medienschaffende bitten wir um verbindliche Akkreditierung bei Michael Mathis.

Weitere Informationen unter humboldtforum.com.

 

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