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Kinder von Inhaftierten zwischen Jugendhilfe und Justiz

Der Paritätische Gesamtverband führt in Kooperation mit Treffpunkt e.V. im Rahmen des Projekts „Netzwerk Kinder von Inhaftierten (KvI)“ einen Fachtag durch. Die Veranstaltung richtet sich an Verantwortliche aus Politik und Verwaltung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz, Jugendhilfe und freie Träger, Engagierte und Fachkräfte aus Verbänden und Institutionen.

Thema des Fachtages sind die Kinder inhaftierter Eltern, deren Rechte und die Realität der Hilfen zwischen Jugendhilfe und Justiz. Das Netzwerk KvI aus Nürnberg baut aktuell für Kinder von Inhaftierten ein bundesweites Unterstützungssystem auf, um die Kommunikation und Unterstützung zwischen den unterschiedlichen Zuständigkeitsebenen kommunaler Jugendhilfe einerseits und landesweit geregelten Strafvollzugs andererseits zu befördern.

Der Fachtag trägt dazu bei, die Vernetzung von Verantwortlichen, spezialisierten Einrichtungen und Gefängnissen auf bundesweiter Ebene zu verbessern. Beispielhaft präsentiert sich das Modellprojekt des hessischen Justizvollzugs für Angehörigenarbeit. Expertinnen und Experten beleuchten die kinder- und sozialrechtliche Perspektive des Themas sowie die Aufgaben, die sich aus der Empfehlung des Europarates für Deutschland ergeben.

Der Paritätische Gesamtverband hat 2017 ein Positionspapier zum Thema veröffentlicht und fordert darin u.a. die Kinder von Inhaftierten als eigenständige, spezifisch gefährdete Zielgruppe mit besonderen Bedürfnissen und entsprechendem Hilfebedarf wahrzunehmen. Hierfür ist es notwendig durch bundesweite, einheitliche Datenhebungen Angaben über die Situation von Kindern und Angehörigen und deren spezifische Bedarfe zu erhalten.

Mehr Informationen und das Anmeldeformular finden Sie auf der Webseite des Paritätischen Gesamtverbandes.

 

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